Warum nasse Haare schnell für Unterkühlung sorgen

Nasse Haare Beitragsbild

Eine Unterkühlung birgt hohe gesundheitliche Risiken und kann schnell durch ungünstige Bedingungen auftreten. Wir lernen oft schon als Kinder, dass wir im Winter nicht mit nassen Haaren aus dem Haus gehen sollen. Ein ausgekühlter Kopf soll uns krank machen und zu einer Erkältung oder einer Grippe führen.

Wir haben für Sie die gesundheitlichen Risiken zusammengefasst, die durch eine ausgekühlte Kopfhaut entstehen können. Dafür betrachten wir zuerst, warum nasse Haare die Unterkühlung der Kopfhaut begünstigen.

Warum nasse Haare schnell für Unterkühlung sorgen

Ein ausgekühlter Körper kann schnell zu einem Risiko für Ihre Gesundheit werden. Mit nassen Haare nach draußen zu gehen begünstigt bei kaltem Wetter eine Auskühlung des menschlichen Körpers. Wenn Sie Ihre Haare in einem warmen Zimmer trocknen lassen, droht in der Regel keine Gefahr. Bei Wind oder niedrigen Temperaturen kann es dagegen schnell zu einer Unterkühlung kommen.

Zugluft, eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine kalte Umgebung begünstigen die Auskühlung der Kopfhaut, da der Körper mehr Energie aufbringen muss, um sich warmzuhalten. Während die Haare trocknen entsteht Verdunstungskälte, die dem Körper Wärme entzieht. Über die große Oberfläche des Kopfes entweicht so schnell viel Wärme und die Kopfhaut kühlt aus. Aus diesem Grund ist es besonders riskant mit nassen Haare nach draußen zu gehen.

Welche Folgen hat eine Unterkühlung der Kopfhaut?

Welche Folge hat eine Unterkühlung der KopfhautEine Unterkühlung der Kopfhaut ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch einige gesundheitliche Gefahren. Sie schadet dem Immunsystem und begünstigt die Infektion mit Viren oder Bakterien. Eine Erkältung oder eine Grippe sind besonders häufige Folgen einer ausgekühlten Kopfhaut. Dabei ist die unterkühlte Kopfhaut nicht der Auslöser der Krankheit, begünstigt aber ihre Entstehung.

Das Immunsystem wird geschwächt

Die Verdunstungskälte durch nasse Haare hat Auswirkungen auf den gesamten Körper und kann auch das Immunsystem schwächen. Durch die Verdunstungskälte wird dem Körper Wärme entzogen und die Durchblutung wird eingeschränkt. Durch die verengten Blutgefäße können weniger Abwehrzellen an die Schleimhäute oder die Quelle einer Infektion transportiert werden.

Dadurch wird die Abwehr des Immunsystems geschwächt und Sie werden anfälliger für Krankheiten. Für eine Erkrankung müssen allerdings Krankheitserreger in Ihren Körper eindringen, die von dem geschwächten Immunsystem nicht mehr abgewehrt werden können.

Bakterien und Viren gelangen leichter in den Körper

Da eine Unterkühlung die Blutgefäße verengt und die Durchblutung des Körpers verschlechtert, werden Sie auch anfälliger für Krankheitserreger wie Bakterien und Viren. Die Schleimhäute, die verantwortlich für den Schutz vor Krankheitserregern sind, werden durch eine ausgekühlte Kopfhaut ebenfalls schlechter durchblutet. Durch die verengten Blutgefäße können die Schleimhäute Erreger nicht mehr so gut abtransportieren und Sie werden anfälliger für Bakterien und Viren.

Die Schleimhäute trocknen so schneller aus und können die Luft schlechter erwärmen. Das erleichtert das Eindringen von Krankheitserregern. In Verbindung mit der Abschwächung des Immunsystems erhöhen nasse Haare so das Risiko für eine Erkältung oder eine Grippe, auch wenn Sie dafür trotzdem zuerst Viren oder Bakterien ausgesetzt sein müssen.

Welche Folgen haben nasse Haare noch?

Die Kombination aus nassen Haaren und kühler Luft kann neben einer Erkältung oder stumpfem Haar noch weitreichendere Konsequenzen für den Körper haben. In besonders seltenen Fällen ist es möglich, dass eine Unterkühlung der Kopfhaut zu einer Gesichtslähmung führt. Die Ursachen einer Gesichtslähmung reichen von entzündeten Nerven bis zu Vireninfektionen, aber auch Zugluft kann ein entscheidender Faktor sein.

Eine plötzliche Auskühlung der Kopfhaut und des Gesichts vermindert die Durchblutung und kann in seltenen Fällen zu einer Gesichtslähmung führen. Diese Lähmungserscheinungen sollten von einem Arzt untersucht werden, da sie auch durch zahlreiche andere Faktoren entstehen können. Die Ursachen einer plötzlichen Gesichtslähmung sind oft unklar. In der Regel sind sie aber nicht von Dauer.

Kann es durch die Unterkühlung zu Haarausfall kommen?

Die Durchblutung der Kopfhaut spielt eine wichtige Rolle für den Haarwuchs. Nur mit einer guten Durchblutung können die Haare gesund und zahlreich nachwachsen. Eine Kopfhaut die für lange Zeit unterkühlt ist, hat eine schlechtere Durchblutung und wird nur unzureichend versorgt. So kann eine ausgekühlte Kopfhaut theoretisch den Haarausfall begünstigen. Wenn Sie Ihre Kopfhaut nicht sehr lange der Kälte aussetzen, kommt es aber ohne eine weitere Vorbelastung nicht dazu.

Der Haarausfall durch eine ausgekühlte Kopfhaut ist sehr unwahrscheinlich. Eine kurzzeitige Unterkühlung der Kopfhaut kann Ihrer Gesundheit schaden, führt in der Regel aber nicht zu einem plötzlichen Haarausfall. Wenn Sie eine bestehende Vorbelastung haben, kann eine angeregte Durchblutung jedoch Abhilfe gegen den Haarverlust schaffen.

Abschließende Worte

Mit nassen Haaren kann es besonders schnell zu einer Unterkühlung Ihrer Kopfhaut kommen. Während die Haare trocknen entsteht Verdunstungskälte, die dem Körper Wärme entzieht. Über die große Fläche der Kopfhaut verliert Ihr Körper besonders schnell Wärme und die Blutgefäße verengen sich. In einem warmen Zimmer besteht eine geringe Gefahr, während Zugluft und niedrige Temperaturen die Auskühlung der Kopfhaut beschleunigen.

Durch die verringerte Durchblutung werden die Schleimhäute nicht mehr ausreichend versorgt und Bakterien oder Viren können leichter in Ihren Körper eindringen. Zudem wird Ihr Immunsystem geschwächt und durch die verengten Blutgefäße können weniger Abwehrzellen transportiert werden. Außerdem unterstützt die verschlechterte Durchblutung einen bereits existenten Haarausfall, der durch eine Vorbelastung bedingt ist.

In seltenen Fällen kann eine plötzliche Auskühlung des Gesichts sogar zu einer vorübergehenden Gesichtslähmung führen. Um diese Risiken zu minimieren, sollten sie nicht mit nassen Haaren aus dem Haus gehen, oder zumindest eine Mütze aufsetzen, um eine Unterkühlung zu vermeiden.

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